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Wenn die Sonne fehlt – was unser Gehirn jetzt braucht
Wie Licht und Vitamin D das Denken unterstützen
Weil kognitive Fitness keine Selbstverständlichkeit ist.

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Auf diesem Weg konnten bereits CHF 3’000 an die Stiftung weitergegeben werden. Sie fördert in der Schweiz wissenschaftliche Projekte zu Demenz-Erkrankungen wie Alzheimer und unterstützt Forschung, die langfristig hilft, das Vergessen besser zu verstehen und wirksamer zu begleiten.
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Ihre Rückmeldungen zeigen, wie wichtig Orientierung und Verlässlichkeit rund um das Thema kognitive Gesundheit sind. Genau hier setzt unser heutiges Thema an: Was fehlt unserem Gehirn im Winter – und wie können wir es gezielt unterstützen?
Wir zeigen Ihnen, was die Wissenschaft dazu sagt und wie Sie mit kleinen, alltagstauglichen Schritten gut durch den Winter kommen können – ohne Überforderung und ohne Leistungsdruck.
Kurz & knapp – Aus der Wissenschaft

Licht, Vitamin D und Gehirnleistung
Vitamin D ist weit mehr als ein „Knochenvitamin“. Es wirkt im Gehirn an Rezeptoren, die für Gedächtnis, Aufmerksamkeit und Stimmung relevant sind; niedrige Vitamin-D-Spiegel stehen in Beobachtungsstudien bei älteren Erwachsenen häufiger mit schlechterer kognitiver Leistung und einem erhöhten Risiko für Demenz/Kognitionsprobleme in Verbindung.
Was Forschung nahelegt:
Tageslicht & Schlaf-Wach-Rhythmus: Vitamin D-Status und Sonnenlicht beeinflussen indirekt Schlafregulation und damit zentrale Prozesse wie Gedächtniskonsolidierung.
Neuronale Schutzmechanismen & Entzündungshemmung: Vitamin D kann neuroprotektive Wege modulieren (z. B. über antioxidative Prozesse, Regulation der Calcium-Homöostase und Reduktion neuroinflammatorischer Signale).
Kognitive Leistung & Stimmung: Höhere Vitamin-D-Konzentrationen oder –Aufnahme sind in Beobachtungsstudien bei älteren Erwachsenen mit besseren Ergebnissen in kognitiven Tests und niedrigeren Depressionswerten verknüpft.
Wichtig dabei:
Dosierung zählt: Supplemente wirken vor allem, wenn ein Mangel besteht (siehe Werte Bultuntersuchung).
Regelmässigkeit schlägt Intensität: Tägliche, moderate Licht- und Vitamin-D-Zufuhr scheint hilfreicher als sporadisches „Sonnen-Tanken“.
Ganzheitlich denken: Licht, Schlaf, Bewegung und soziale Kontakte wirken zusammen – kein Faktor allein bestimmt kognitive Gesundheit.
Fazit: Licht ist kein Luxus, sondern ein biologisches Grundbedürfnis. Kleine, wiederkehrende Lichtmomente im Winter können Stimmung stabilisieren und kognitive Prozesse unterstützen – besonders im höheren Alter.
Quellen: Journal of Alzheimer’s Disease, 2016; Frontiers in Nutrition, 2025; Nutrients, 2021; Nutrients, 2025;
Vitamin D-Mangel: Selbsttests & Online-Fragebögen – was taugen sie?

Im Internet finden sich zahlreiche „Vitamin-D-Selbsttests“.
Wichtig zu wissen:
Sie sind nicht validiert
Sie messen kein Vitamin D, sondern nur Lebensstil-Faktoren
Sie können allenfalls eine grobe Einschätzung liefern, aber keine medizinische Aussage
Der einzige wissenschaftlich akzeptierte Marker ist die Messung der Serum-Konzentration von 25-Hydroxy-Vitamin D (25(OH)D) im Blut. Diese Messung wird von nationalen (z. B. NIH/ODS) und internationalen Gesundheitsexperten als Standard zur Beurteilung des Vitamin-D-Status angegeben. (National Institutes of Health, 2025)
Impuls des Monats

Vitamin D tanken: Winterlicht bewusst nutzen – klein, regelmässig, wirksam
So geht’s:
📅 Wählen Sie eine feste Tageszeit (z. B. zwischen 11 und 14 Uhr).
🚶♀️ Gehen Sie 10–20 Minuten nach draussen – auch bei Wolken.
🌤️ Blicken Sie bewusst ins Helle (nicht direkt in die Sonne).
🧠 Verbinden Sie den Moment mit etwas Angenehmem: Musik, Telefonat, Gedankenpause.
Warum das wirkt
Licht stabilisiert den Schlaf-Wach-Rhythmus.
Bewegung fördert die Durchblutung des Gehirns.
Regelmässigkeit schafft Orientierung – besonders im Winter.
Merksatz des Monats
Nicht mehr tun – sondern das Richtige regelmässig.
Quiz & Knobel

„Das Winterlicht-Rätsel“
Drei Personen – Anna, Bruno und Clara – wollen im Winter etwas für ihre geistige Fitness tun. Jede Person nutzt genau eine der drei Strategien:
🌞 Mittagsspaziergang
💡 Tageslichtlampe
🐟 Vitamin-D-reiche Ernährung (z. B. fetter Fisch/angereicherte Produkte)
Hinweise:
Anna nutzt keine Tageslichtlampe.
Wer die Tageslichtlampe nutzt, macht keinen Mittagsspaziergang.
Bruno setzt nicht auf Vitamin-D-reiche Ernährung.
Clara macht keinen Mittagsspaziergang.
👉 Frage: Wer macht was?
Tipp: Schreiben Sie die drei Namen und drei Strategien als kleine Tabelle auf und streichen Sie Unmöglichkeiten.
Die Lösung verraten wir wie immer im nächsten Newsletter!
Lösung zum Vormonatsquiz
Wecker A: 13:14 (kurz vor dem Einschlafen; 1 Minute vorher als „Anker“)
Wecker B: 13:35 (pünktlich nach 20 Minuten Schlaf)
Wenn Sie „kurz vor dem Einschlafen“ eher als 2 Minuten vorher verstanden haben, dann wäre Wecker A 13:13 – aber Wecker B bleibt 13:35.
Hier können Sie das Vormonatsquiz nochmals nachlesen.
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Bis zum nächsten Mal – weil kognitive Fitness keine Selbstverständlichkeit ist.
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